Matt Redman: Where Angels fear to tread









Matt Redman:
Where Angels fear to tread

SURVIVOR RECORDS (2002)

 

Matt Redmans neueste CD könnte man leicht zur Seite legen und sagen: Klingt nach Matt Redman, okay. Aber wie immer bestechen seine Songs auch diesmal nicht in erster Linie durch musikalische Originalität (obwohl der junge Brite sich auch da einiges hat einfallen lassen ...). Nach wie vor ist es der Tiefgang und die Qualität seiner Texte, die mir an Matt Redman beson- ders gefallen. Man merkt ihm an, dass er von Ideen und neuen Einsichten über Gott herkommt und diese in Musik umsetzt. Standard-Lobpreisfloskeln findet man bei ihm selten, aber dafür ungewöhnliche Bilder (wie schon im Ti- tel), poetische Formulierungen und ehrlichen Tiefgang. Es mag mein persön- licher Geschmack sein, aber ich finde, die Demut, Ehrfurcht und Natürlich- keit, die aus Matt Redmans Liedern spricht, könnte uns in der deutschen Lobpreislandschaft zuweilen gut tun. Leider ist es aber gerade die Qualität der Texte, die das Übersetzen oder Nachsingen in Deutschland so schwie- rig macht. Einfache Texte lassen sich eben auch einfacher übernehmen. Trotzdem dürfen wir hier die zusätzliche Arbeit nicht scheuen. Zum Ab- schluss doch noch ein Wort zur Musik: Vielleicht ist es ja für manchen Nach- wuchs-Lobpreisleiter in der Gemeinde ein Lichtblick, dass es auch noch den guten alten Gitarren-Lobpreis gibt, den man zu Hause mit der Akustik-Klam- pfe oder auf der E-Gitarre im Keller nachschraddeln kann. Und dass man mit wenig technischen Tricks auch richtig schöne und spannende Musik zau- bern kann. Auch hier hat die Natürlichkeit von Matt Redman etwas Schönes und Befreiendes.

Audioclips zum Reinhören unter www.gerth.de.

(Review: Guido Baltes)