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Nicht alles, was man nicht kennt, muss deshalb ein »Newcomer« sein. Claas P. Jambor jedenfalls kann nicht mit Recht als solcher bezeichnet werden: Professionelle Live-Auftrtitte macht er, seit er 12 Jahre alt ist, und das ist jetzt mehr als 10 Jahre her. Neu ist allerdings, dass wir ihn jetzt auch in Deutsch- land zu hören kriegen. Denn der gebürtige Deutsche hat seine Kindheit und Jugend in den USA verbracht und ist erst vor einigen Jahren von dort nach Deutschland zurückgekehrt. In den USA hat er seine musikalische Ausbil- dung gemacht, war bereits mit einigen Bands auf Tour und arbeitete zuletzt als Musical Director für die Solid Rock Church (Georgia).
Seit 2001 ist sein Album »Exceptional« in Deutschland auf dem Markt, an- fangs allerdings im Eigenvertrieb, was es etwas mühsam machte, dranzu- kommen. Mittlerweile ist Claas P. Jambor im Vertrieb von Gerth Medien er- hältlich. Ein weiteres Album - diesmal deutschsprachig - ist für 2002 in Arbeit.
Claas P.Jambor begeistert mich nicht nur durch seine außergewöhnliche Stimme, sondern auch durch interessante Musik, tiefgehende - aber nicht langweilige - Texte und vor allem auch seine dynamische Ausstrahlung auf der Live-Bühne (die auf der CD ja leider nicht zur Geltung kommt).
Musikalisch bezeichnet er selbst sich als »Singer-Songwriter«, das ist aber etwas bescheiden ausgedrückt und lässt nicht unbedingt vermuten, dass es auf seiner CD eher progressiv rockig zugeht. Der Starter »Open Skies« knallt ordentlich rein und gibt so den Ton für die CD an. Und auch ganz ru- hige Balladen wie »Jesus« oder »Peace« sind intelligent arrangiert und stek- ken voll musikalischer Überraschungen. Worship-Hymnen wie »Every Tongue« oder »Lay it down« laden schon beim ersten Zuhören zum Mitsin- gen an.
Textlich sind seine Songs zum großen Teil Worship-Lieder, allerdings nicht auf den ersten Eindruck als »typische« Vertreter ihres Genres zu erkennen. Und Anbetungsleiter ist Claas Jambor auch nicht nur auf dem Schreibtisch, sondern auch im richtigen Leben, z. B. in der Jugendkirche »Subzone« in Frankfurt und auf verschiedenen Festivals, wie z. B. bei e:merge 200, beim Gebets-Event zur Love Parade im Juli 2002 und beim Berlin Worship Week- end im September 2002, zusammen mit Noel Richards, Matt Redman und Lothar Kosse.
Dass Claas P. Jambor kein Newcomer ist, wird spätestens dann deutlich, wenn man sich die Namen ansieht, die er für seine Produktion gewinnen konnte: Als Studiomusiker waren Ralf Gustke (Söhne Mannheims), Martin Stoeck (PUR), Helmut Jost (Damaris Joy), Marty McCall (First Call), Claus Fischer (Stefan Raabs TV-Total-Band) und Tony Palacios (Ex-Guardian) mit von der Partie.
Anspieltipps: »Open skies« (#2), »Every Tongue (#8)«, »Jesus (#11)«. Audioclips zum Reinhören unter www.xeptional.com.
(Review: Guido Baltes)
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