Heat: Can I see heaven









Heat:
Can I see heaven


SURVIVOR RECORDS
30:19 min.

 

Manchmal hege ich den Verdacht, dass Großbritannien das Teenie-Band- Land überhaupt ist - nirgendwo sonst sind aus kleinen, jungen Garagen- bands so viele wirklich brillante Bands hervorgegangen (als Beispiele seien hier nur die Beatles, U2 und Oasis erwähnt. (Jaja, ich weiß, die TOTO hat auch als Schülerband angefangen. Aber das zählt nicht ...)) Die vorliegende CD bestätigt meine These aufs Eindrücklichste. Beim Betrachten des Band- photos im Booklet drängt sich die Vermutung auf, dass die meisten Bandmit- glieder - wenn überhaupt - erst vor kurzem die Schwelle zur Volljährigkeit überschritten haben.

Und beim Hören zeigt sich, dass auch das Kriterium der wirklich guten Musik zutrifft. Zwar ist das Hörvergnügen ein kurzes (nur 7 Tracks), aber dafür wirklich ein Vergnügen: Kreativer neuzeitlicher Gitarrenrock, sehr sauber pro- duziert. Mehr als solides Rhythmusgespann, dazu eine herrliche Hammond- orgel und - unerwartet, aber effektvoll - auf zwei Songs ein herrlich relaxtes Sopransaxophon. Was will man mehr von einer guten Worship-CD? - Ach ja, die Texte. Hätte ich fast vergessen. Die sind auch ganz gut - vor allem, wenn man bedenkt, dass für alle Songs Bandleader James Gregory verant- wortlich zeichnet, der nun wirklich nicht älter als 19 Jahre sein kann ...;-) He- rausragend dabei »Arise and Shine« auf der Basis von Jes. 60 und der Titel- Track: »Can I See Heaven (here on earth today)?« Wobei das wohl auch im Privatleben das erklärte Ziel der Bandmitglieder ist: Gottes Reich in Manche- ster und Umgebung auszubreiten - unter anderem mit der Jugendkirche »HEAT«.

Zum Schluß noch eine schlechte und eine gute Nachricht: Die schlechte zuerst: Von den 6 WIRKLICH GUTAUSSEHENDEN HEAT-Bandmitgliedern sind 4 untereinander verheiratet (was dann doch für ein Alter > 18 Jahre spricht) - ob wenigstens Keyboarder und Bassist noch zu haben sind, bleibt offen. Die gute Nachricht (für alle Freunde skurrilen britischen Humors): Auf der Homepage von HEAT gibt’s ein Guestbook mit entsprechend skurrilem Inhalt.

Fazit: Sehr hoffnungsvolle, begabte Band. Stimmige Synthese von Leben und Musik. Ziemlich gute Idee vom Soul Survivor EMERGE Sublabel, sie zu produzieren. Wenn sie so weitermachen, muss Matt Redman sich warm an- ziehen.

Anspieltips: #2 - Can I See Heaven, #6 - Arise and Shine. Mehr Infos unter www.heatonline.bizland.com.

(Review: Christian Bachmann)