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Man würde es nicht glauben, würde er nicht selbst sagen: Diese CD ist Brian Doerksens allererste wirklich eigene CD! Der kanadische Anbetungsmusi- ker, der die Musik der Vineyard-Bewegung entscheidend mitgeprägt hat und auch in Deutschland und England über Jahre hinweg Anbetungsmusik ge- prägt und produziert hat, legt hier sein erstes selbst produziertes Album vor. Obwohl Brian Doerksen nach seinem mehrjährigen Aufenthalt in England und Irland (während dem Produktionen wie »Come now is the time« und »Hungry« entstanden) seit 1999 wieder in seiner kanadischen Heimat lebt und arbeitet, kehrte er für diese Aufnahme noch einmal nach Irland zurück:
»Wir produzierten die Aufnahmen live am 16. Februar 2002, und begannen den Abend so: Ich stellte mich vorne auf die Altarstufen und zündete in der völlig dunklen Kirche ein Streichholz an. Dann zündete ich damit eine Kerze an, die Jeffrey Flynn, ein Chorknabe aus der St. Patrick’s Cathedral in Dub- lin, in der Hand hielt. Nach dem Jeffrey den Chorus einmal allein gesungen hatte, fing die Band an zu spielen. Überall auf den Emporen der alten Kirche, in der wir dort anbeteten, zündeten wir weitere Kerzen an. Die Kerzen blie- ben den ganzen Abend an, und so wurde diese Nacht für mich, obwohl die Zeiten vorher und auch nachher sehr schwierig waren, wie ein »Auge im Sturm«, erfüllt mit Friede und Gottes Gegenwart.«
Was findet man auf dem Album? Der Titelsong »You shine« zum Beispiel ist ein echter »Hit« (wenn man bei Anbetungssongs so was sagen darf), ein- gängig und gehaltvoll wie man es von Brian Doerksen gewöhnt ist. Schon für diesen Song lohnt sich der Kauf, finde ich. Daneben finden sich aber auch ganz ungewöhnliche Titel wie z. B. ein ruhiges Klagelied auf der Grundlage von Psalm 13. Außerdem völlig neue Arrangements von alten Doerksen-Songs (»Your love is amazing«, »Faithful One«, »I lift my eyes up«). Überraschend auch »Come, now is the time« - nicht nur in musikalisch neuem Gewand, sondern auch mit einer neuen zweiten Strophe, die es sei- nerzeit für die Produktion in London nicht auf die Aufnahme geschafft hat.
Alles in allem: Ein sehr schönes Worship-Album, wenn auch ohne große Überraschungen, und wohl auch ohne den Anspruch, durch besondere Knalleffekte und musikalische Experimente bestechen zu wollen.
Audioclips zum Reinhören unter www.briandoerksen.com.
(Review: Guido Baltes)
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