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Diese Rubrik soll in regelmäßigen Abständen kurze Gedanken und Zwischentöne zum Thema Lobpreis & Anbetung zu Gehör bringen, mal musikalischer, mal inhaltlicher Art.

SELA ist ein hebräisches Wort, dessen genaue Herkunft und Bedeutung unklar ist. Möglicherweise ist es eine musikalische Anweisung, ein Zeichen für eine Atem- oder Gedankenpause oder einen Zwischenton.

In den Psalmen der Bibel erscheint es zwischen den Zeilen an insgesamt 70 Stellen. Vielleicht steht im Hintergrund ein hebräisches Wort mit der Bedeutung “erheben“. Dann könnte SELA auf das Anheben der Stimme, einen Tonartwechsel oder die Rückkehr zum Kehrvers hinweisen. In der Zeit Jesu wurde es, wie das Wort „Amen“, als eine Formel verstanden, die wichtige Inhalte herausstreichen soll. Alte Übersetzungen geben es mit „Für immer und ewig“ wieder.
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Mittlerweile gehören sie zum deutschen Jahreskreislauf wie die Advents- und Osterzeiten: Die großen deutschen Casting-Shows. Wir beginnen das Jahr mit der Suche nach dem nächsten Superstar und beenden es mit der Kür zum Supertalent. Und zwischendurch sind wir auf allen Kanälen fast pausenlos auf der Suche nach den Besten, Schönsten, Absurdesten und Beliebtesten. Casting-Shows sind aus dem Alltag unserer gegenwärtigen Unterhaltungsszene nicht mehr wegzudenken.

Unsere Anbetungskultur bleibt davon sicher nicht unberührt. Insbesondere das Phänomen der öffentlichen Konkurrenz ist eine Erfahrung, die unsere Gemeinden in den letzten Jahren mehr und mehr prägt. In einer Welt der Casting-Shows wird auch der musikalische Dienst in der Gemeinde mehr und mehr zum Schaulaufen:
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Spätestens seit dem denkwürdigen Auftritt unseres designierten Außenministers Guido Westerwelle in einer internationalen Pressekonferenz ist das Thema wieder in aller Munde: Darf man in Deutschland nur deutsch sprechen?
Für viele Gemeinden und Lobpreisleiter stellt sich diese Frage schon lange: Sollte man in deutschen Gottesdiensten englisch singen (dürfen)? Wenn man sich die Realität in vielen Gemeinden, Jugendgottesdiensten und Konferenzen ansieht, dann ist diese Frage allerdings schon längst beantwortet: Englische Songs gehören inzwischen fast überall zum Normalprogramm.
Wer da noch fragt, ob das auch gut und richtig so ist, der läuft Gefahr, wie unser zukünftiger Außenminister als weltfremd und borniert zu gelten. Aber ist das wirklich so?
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„Leiter gesucht!“ – so hatte ich in einem Artikel über die Lobpreiskultur vieler Gemeinden formuliert. „Nein, davon bitte nicht noch mehr!“ – das war die spontane Reaktion einer Leserin, die dem Artikel in allen anderen Punkten gut folgen konnte. „Ich habe die schönsten Zeiten des Lobpreises erlebt, mit einer Frau, die sich immer gewehrt hat, den Lobpreis zu LEITEN.“, schrieb sie in einem Leserbrief. „‚Nein, ich HELFE euch beim Lobpreis‘. Das war ihr Bekenntnis und so hat sie sich verstanden. Sie hat uns mitgenommen in die Unmittelbarkeit ihres Gebetes, ihres Lobpreises und wir waren herausgefordert, mit ihrer Hilfe selbst einen Weg zu gehen im Lobpreis, im Gebet. Die Qualität des Lobpreises hängt m.E. letztlich nicht davon ab, wie gut ein Lobpreisleiter ist, sondern wie sehr die versammelte Gemeinde in einer ganz natürlichen Beziehung zu ihrem Herrn steht. Manchmal habe ich das Empfinden, dass es zu viele gibt, die Lobpreisleiter sein wollen, und die sich sehr anstrengen, die Gegenwart Gottes herbeizuführen... dabei ist Er schon immer da!“
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